Auftakt Caritas Kampagne 2011 "Kein Mensch ist perfekt" / Smartmob

Eine außergewöhnliche Auftaktveranstaltung der Jahreskampagne „ Kein Mensch ist perfekt“ gelang dem Caritasverbandes Singen – Hegau e.V. mit dem „SmartMob“, einer Simultanveranstaltung in Singen, Radolfzell und Stockach am 16. März 2012 um 13.15 Uhr.

 

Presseartikel:

Die Caritas hat ihre Aktion „Kein Mensch ist perfekt“ begonnen. Behinderte gehen dabei auf Nicht-Behinderte zu.
 

Singen – Der Heinrich-Weber-Platz hat nicht unbedingt den Ruf als hoch frequentierte Flaniermeile. Viel mehr dient er als eine Art Durchgangsstation – hauptsächlich für Schüler, die auf dem Weg in die Innenstadt sind. Das änderte sich gestern Mittag, exakt um 13.15 Uhr: Gut 30 Menschen mit Behinderungen sowie deren Betreuer gingen zu den vorbeieilenden Menschen, hielten sie charmant und höflich an, um sich mit ihnen zu unterhalten – und auf den Beginn der Caritas-Aktion „Kein Mensch ist perfekt“ aufmerksam zu machen. Dabei verteilten sie Kochlöffel mit einem ganz besonderen Rezept sowie eine Broschüre. Der so genannte Smartmob dauerte ein halbe Stunde, mehrere Dutzend Passanten kamen so ins Gespräch mit den Behinderten. „Das war eine tolle Idee unserer sehr engagierten Mitarbeiter“, erklärte Wolfgang Heintschel, Geschäftsführer Caritas Singen-Hegau.

 

Auf einem Beizettel, der am Kochlöffel hing, war ein ganz besonderes Rezept zu lesen:

Der Chefkoch empfiehlt: Inklusion – öfter mal was wagen! Für ein selbstverständliches Miteinander. Zubereitung: schnell, Schwierigkeitsgrad: einfach.

Die Zutaten:

Menschen mit und ohne Behinderung, leicht gemischt

2 EL Verständnis

180 g Gemeinsamkeit

1 Messerspitze Offenheit

1 Schuss Wagemut

 

Die Resonanz war durchweg positiv. „Ich wusste davon gar nichts“, sagte die 16-jährige Nadine Bauer, die mit ihrer Freundin von der Hohentwiel-Gewerbeschule kam, „ich finde das aber toll. So kommt man mit den Behinderten in Kontakt.“ Jonathan Hader (13) vom Hegau-Gymnasium, dessen Onkel leicht behindert ist, kann der Aktion ebenfalls nur Gutes abgewinnen: „Ich werde den Flugzettel auf jeden Fall genau lesen. Vielleicht wird durch das hier das Zusammenleben zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten besser.“ Sein Freund Carlos Schmid (13) rechnet mit einem positiven Effekt: „Das ist toll für die Aufklärung. Wir sollten offener miteinander umgehen. Nicht schön finde ich es, wenn Jugendliche Behinderte ärgern oder auslachen.“ Jonathan ist sich sicher: „Wenn ich so etwas sehen würde, würde ich dazwischen gehen.“

 (Artikel: Südkurier, Andreas Schuler, Foto: tesche)

 

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Ansprechpartnerin

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Pressemitteilungen

Radio Seefunk: Radiointerview mit Herrn Heintschel (16.03.2011)

 

Den Terminplan zu den
Veranstaltungen der Jahreskampagne 
finden Sie hier: