LEA Mittelstandspreis

    

 

Mittwoch, 17. Oktober 2012 (Artikel aus dem Singener Wochenblatt)
Soziales Engagement lohnt sich für Unternehmen
WOCHENBLATT präsentiert mit Wirtschaftsministerium Lea-Mittelstandspreis
 

Singen (of). Sind die Zeiten schon vorbei, da die Maximierung von Gewinnen für die Aktionäre höchstes Unternehmensziel wurden und alles unternehmerische Handeln dem Profit unterworfen ist? Das war nur eine der Fragen, die im Rahmen einer Informationsveranstaltung des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem WOCHENBLATT im Hegau Tower im Kreise zahlreicher Unternehmer aber auch sozial engagierter Menschen gestellt wurden. Dass schon lange an einem neuen Modell gearbeitet wird, bei dem in Zukunft Unternehmen sogar zum sozialen Engagement verpflichtet werden sollen, wurde an diesem Abend, der von Isabel Jordi, der Assistentin der Verlagsleitung des WOCHENBLATTs organisiert wurde, sehr klar herausgestellt. Denn an diesem Abend ging es um den »LEA-Mittelstandspreis«, den das Wirtschaftsministerium zusammen mit der Caritas Baden-Württemberg entwickelt hat und für den der unter Mitwirkung des WOCHENBLATTs ins Leben gerufene Verein »Menschen helfen« in diesem Sommer nominiert worden war. Diese Nominierung war auch Auslöser für diese Veranstaltung, mit der dieser Preis, der soziales Engagement würdigt, gerade hier in der Region noch stärker bekannt gemacht werden sollte. 

Regierungsdirektor Günther Schmid vom Wirtschaftsministerium leitete nach einem fundierten Grußwort von OB Oliver Ehret in die Veranstaltung ein und machte deutlich, dass man wieder zurückkommen müsse in eine Gesellschaft, für die sich auch die Unternehmen in sozialen Belangen engagieren. Dazu gibt es aus der Vergangenheit viele Beispiele, aber auch aus der Gegenwart. »Markt und Moral sind kein Gegensatz«, machte Schmid den Gästen klar und an diesem Abend sollte es noch viele Ideen geben, wie ein soziales Engagement ein Unternehmen beflügeln kann. 

Aus der Region konnten einige Beispiele vorgestellt werden. Das Projekt »Come together – dance together« von der Caritas und der Diskothek Top10 zum Beispiel, der durch Vera Speicher und Harry Ohlig vorgestellt wurde und denen die Begeisterung anzumerken war, wenn Menschen mit Behinderung die Disco stürmen dürfen und sogar an der Theke mitarbeiten. Oder das Projekt »Ich bin Stark« des Round Table Singen, bei dem auch dem Präsident Olav Kromrey seine Begeisterung anzumerken war, unermüdlich Geld zu organisieren, um damit Gewaltprävention für alle Viertklässler in Singen anbieten zu können. Dieses Projekt ist zum Beispiel auf der Suche nach einem festen Partner in der Wirtschaft. Oder eben der Verein »Menschen helfen«, der von Karl Bosch vorgestellt wurde und dem auch die Befriedigung anzumerken war, wie gut es tun kann, wenn man Menschen hilft, die sonst durch alle sozialen Netze fallen. Das Restaurant »Heilbar« beim Singener Ärztehaus, das von Michael Wieland und Martina Weißenborn präsentiert wurde, zeigte auf, wie Schüler der Haldenwangschule mit all ihren Eigenheiten eine Gastronomie mitbetreiben können. Und es funktioniert.

Noch deutlicher wurde das Thema auf dem Podium angeschnitten, bei dem der ehemalige Chefredakteur des WOCHENBLATTs, Unternehmer Bernhard Bihler, WOCHENBLATT-Verlagsleiter Anatol Hennig, Wolfgang Heintschel von der Caritas Singen, Arzt Olav Kromrey und Günter Schmid manch beeindruckende Antwort fanden. Die Rückkehr zum bürgerschaftlichen Engagement ist dabei nicht Folge einer mutlos versagenden Politik, wie Lichtwald etwas provozierend in dem Raum warf, sie ist Rückkehr zu Werten, auf denen eine Gesellschaft stehen muss, um im Gesamten erfolgreich zu sein, wie die Beiträge auf dem Podium deutlich machten. »Der sozial denkende Betrieb ist einfach erfolgreicher«, so Bernhard Bihler, der auch mehrfach zum Ausdruck brachte, wie befriedigend es für das ganze Unternehmen ist, wenn man auch den Schwächeren eine Chance gibt, weil sich auch die Identifikation mit dem Unternehmen dadurch stark erhöht.

Das WOCHENBLATT kann durch sein Engagement auch das Medium sein um solche Engagements flächendeckend zu transportieren um damit soziales Engagement stärker in die Öffentlichkeit zu rücken, so Anatol Hennig. Viele Beispiele, wie Unternehmen von behinderten Mitarbeitern profitieren, wusste Wolfgang Heintschel zu nennen. »Den Unternehmen wird durch ihr Engagement etwas sehr wertvolles zurückgegeben.« Olav Kromrey: »Man schläft einfach phantastisch, wenn man hier etwas erreicht hat.« Die Begeisterung dieses Abends war ansteckend und Günther Schmid zeigte sich hochzufrieden, dass soziales Engagement hier in der Region durch die Veranstaltung des WOCHENBLATTs einen wichtigen Auftrieb erleben kann. 

Musikalisch konnte sich die Gästeschar von einem Ensemble des Hegau-Gymnasiums unter der Leitung von Gabriele Haunz verwöhnen lassen. Mehr Bilder gibt es unter www.wochenblatt.net (Bilder).

 


Dienstag, 26. Juni 2012
Preis für Intergrationsprojekt

In Stuttgart wurde der „Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg“ auch an den Caritasverband Singen-Hegau e.V. verliehen. Das Projekt „Come together, Dance together“ aus Singen, bei dem Behinderte und Nichtbehinderte zusammen feiern, ist Preisträger. Organisatorin Vera Speicher sagte im Radio7-Interview, die geehrte Veranstaltung sei am Puls der Zeit, weil viele Behinderte sehr fit seien und einfach nur Kontakt zum normalen Leben wollten. Dieses Jahr findet „Come together, Dance together“ am 8. Juli im TOP10 statt.

Der „Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg“ – Leistung, Engagement, Anerkennung – würdigt das freiwillige, über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinausgehende Engagement (CSR-Aktivitäten) kleiner und mittelständischer Unternehmen.

Der Preis richtet sich an Unternehmen, die auf unterschiedlichste Weise soziale Verantwortung übernehmen. Um zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beizutragen bringen Unternehmen je nach Projekt nicht nur materielle Gegenwerten (Corporate Giving) wie Spenden, Zustiftungen, Sponsoringaktivitäten ein, sondern auch andersweitige Ressourcen wie Mitarbeiterengagement (Corporate Volunteering) oder fachliches Know-How. Das gesellschaftliche Engagement sollte nachhaltig angelegt sein, zum Unternehmen passen und mit einem externem Partner durchgeführt werden. 

Soziales Engagement lohnt sich für alle, den Sozialpartner, das Unternehmen sowie die Gesellschaft. Neben der Lösung konkreter gesellschaftlicher Problemstellungen soll auch für das Unternehmen ein konkreter Nutzen vorhanden sein. Wird das soziale Handeln nach außen kommuniziert, nehmen sowohl Öffentlichkeit als auch die eigenen Mitarbeiter das Unternehmen positiver wahr. Hierdurch werden ökonomische Effekte begünstigt und eine „Win-Win“ Situation geschaffen, die langfristige Vorteile für alle Beteiligten bringt. Auch werden andere zu gesellschaftlichem Handeln motiviert und ein „Zeichen der Solidarität“ gesetzt!

 

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Kontakt

Jörg Hönle

Jörg Hönle
Fachbereich Behindertenhilfe

Feuerwehrstraße 6
78224 Singen

E-Mail:
hoenle@caritas-singen-hegau.de

Tel. 07731 / 9561-24
Fax 07731 / 49871
 

Pressemitteilungen

Radio Seefunk: Radiointerview mit Frau Speicher (26.06.2012)