Berichte über das FSJ

 

Bericht von Jannik Wörner
 

Ich bin kein FSJler und auch kein Azubi. Und zwar deshalb weil der ursprüngliche Grund weshalb ich hier anfing war, dass ich mit meinen 19 Jahren doch ein mal selbst etwas Bedrucktes verdienen sollte. Meine Mutter ist fast seit ich mich erinnern kann im St. Klara und früher im St. Lioba als Nachtwache tätig gewesen. Auch hielt ich mein Sozialpraktikum in der achten Klasse in der Seniorenbetreuung im St. Lioba ab und habe nun wieder meinen Weg hierhin gefunden. So bin ich 5 Stunden in der Woche hier und helfe wo ich kann.


Prägend fand ich den gesamten Umgang mit diesen Menschen. Wo doch noch vor nicht so langer Zeit Menschen wie sie versteckt und sich für sie geschämt wurde gibt es nun absolut schöne, fördernde Lebensräume für sie. Es ist zumeist eine Freude mit diesen Menschen und sich um sie zu kümmern lässt einen selbst auch ein Stück wachsen. Hierbei wahren alle Mitarbeiter trotzdem einen Respekt von dem sich die Politik zur Zeit eine gehörige Scheibe abschneiden sollte.


Viel habe ich zu tun mit einem älteren taubstummen Bewohner den ich ca. ein mal im Monat in seine alte Heimat nach Bankholzen begleite. Dort treffe ich seine Verwandten und bekomme viel über seine Vergangenheit berichtet. Äpfel hat er gepflückt, am Stammtisch saß er regelmäßig und Traktor ist er gefahren. Er soll sogar besser gewusst haben, was dem Fahrzeug gerade wieder fehlt als der Bauer selbst. Das zeigt mir einmal mehr, wie viel man in einer Person nicht sehen kann. In diesem Fall es sogar nicht mal von ihr selbst hören kann. Es ist viel im Verborgenen vorhanden und das überrascht mich hier immer wieder.


Die meisten Bewohner hier wussten meinen Namen schneller als die Jugendgruppen mit denen ich oft zu tun habe. Sie sind immer froh mich zu sehen und strahlen das nach außen hin aus.


Sonst begleite ich hier mal jemanden zum Frisör, gehe mit ein paar ins Seniorenkino oder mit ihnen zum Tanzkaffee. Alles ganz herzerwärmende Dinge für die die richtigen Fachkräfte keine Zeit haben.


Das alles und noch einiges mehr sind schöne Erfahrungen die ich hier machen darf und sie bereichern mich sehr, jedoch ist das hier nicht der richtige Beruf für mich. Dort bin ich eher beim Studieren irgendeiner Wissenschaft angesiedelt. So werde ich auf jedenfall woanders hin aufbrechen, aber Einiges von meiner Zeit hier, die ja noch lange nicht zuende ist, mitnehmen.

 


 

Bericht von Mery Shrestha
 

Hallo,


ich heiße Mery Shrestha und komme aus Nepal. Seit Juli 2017 mache ich ein FSJ in der Werkstätte St. Michael in Stockach.


Ich habe durch das Internet diese FSJ - Stelle gefunden. Und es hat mich neugierig gemacht wie die Menschen mit Behinderung arbeiten. Deshalb habe ich mich beim Caritas-Verband beworben.


Ich habe verschiedene Leute mit Behinderungen kennen gelernt und habe einen Bezug zu ihnen aufgebaut. Das ganze Umfeld hat mir besonders Freude gemacht.


Ich war in der Produktion im Arbeitsbereich tätig und habe mit den Leuten in den letzten 10 Monaten zusammen gelacht und wurde vor viele Herausforderungen gestellt, die ich und wir zusammen lösten.


Ich habe hier viel erlebt und kennengelernt und kann mir gut vorstellen in Deutschland zu leben.


Es beeindruckte mich, wie die Menschen mit Behinderungen arbeiten und was sie alles können. Ich selber konnte in einer Produktionsstraße mitarbeiten und die Leute selber anleiten. Ich war für einige Arbeiten zuständig und auch verantwortlich.


Das Arbeiten mit den Menschen hat mich motiviert. In der Zukunft möchte ich im diesem Bereich arbeiten. Deshalb habe ich mich entschieden, nach dem FSJ, eine Ausbildung zur Arbeitserzieherin zu machen.


Die Arbeitskollegen waren sehr freundlich und hilfsbereit, das hat mir auch sehr geholfen dass ich mein Heimatland nicht so vermisst habe.

 

Ich würde anderen jungen Menschen empfehlen ein FSJ/eine Ausbildung beim CV Singen zu machen.

 


 

Bericht von Christine

 

Caritas Christine

Hallo mein Name ist Christine (23J.). Ich höre gern Hip Hop, gehe tanzen und habe meine Liebsten um mich herum. Ich bin nun fast ausgelernte Heilerziehungspflegerin und erzähle Euch, wie es dazu kam: Als ich meine kaufmännische Fachhochschulreife hatte, wusste ich nicht, welcher Job der richtige für mich ist... Mein Weg ging zum Arbeitsamt, wo mir ein Freiwilliges soziales Jahr vorgeschlagen wurde. Ich fand einen Platz in einer Werkstätte für Menschen mit Behinderung und kam dadurch in den sozialen Bereich und zum ersten mal in Kontakt mit Menschen, die einen individuellen Assistenzbedarf benötigen. Die Arbeit mit den Menschen hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich dafür entschieden habe, diese Ausbildung zu beginnen.


In diesem Jahr konnte ich meine Hobbys in die Arbeit integrieren. Ich übte mit den Mitarbeitern der Werkstatt Tänze ein, von denen sie heute noch sprechen. Die ehrliche und aufgeschlossene Art hat mir gezeigt, wie toll diese Menschen sind. Ich bin froh, dieses Jahr gemacht zu haben. Im ersten Ausbildungsjahr arbeitete ich in einer Fördertagesstätte für schwer bis mehrfach behinderte Menschen, was mir nochmal eine andere Seite aufzeigte. Diese benötigten zwar etwas mehr Hilfe, jedoch haben alle die selben Bedürfnisse wie jeder Mensch auch. Sowie es die Ausbildung vorsieht, begann ich das zweite und dritte Ausbildungsjahr in einer Außenwohngruppe für Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung.


Der Heilerziehungspfleger ist ein vielseitiger Job und hat viele verschiedene Aufgaben – je nach dem in welchem Bereich man arbeitet: Es wird auf jeden Fall nie langweilig und man stellt sich vielen Herausforderungen.Ich bin glücklich, den für mich passenden Beruf gefunden zu haben und rate jedem, wenigstens einen Blick in diesen Bereich hineinzuwerfen. Vielleicht bist Du schon der nächste potentielle Assistent für ganz besondere Menschen... 


Christine im Mai 2016

 


 

Bericht von Magdalena

 

Durch das FSJ in der Seniorenbetreuung im Haus St. Klara habe ich nicht nur meinen Traumjob gefunden, sondern mich auch selbst besser kennen gelernt.


Die Arbeit mit Menschen mit Behinderung bereitet mir große Freude. Ich lerne jeden Tag dazu und fühle mich in meiner Einsatzstelle sehr wohl. Es ist schön, das Gefühl zu haben gebraucht zu werden. In den FSJ-Seminaren war mir der Austausch mit den anderen FSJ-lern sehr wichtig. Ich habe meine Stärken gefunden und durfte ein tolles Team und neue Freunde kennenlernen.


Wer eine persönliche Herausforderung sucht und sich beruflich orientieren will, dem kann ich ein FSJ nur empfehlen. 


Magdalena im Mai 2016

 


 

Bericht von Pascal König

 

Caritas FSJ

Mein Name ist Pascal König. Ich bin 18 Jahre alt und ich mache mein Freiwilliges Soziales Jahr in der Werkstätte St. Pirmin. Ich habe mich für das FSJ entschieden, weil ich nicht voreilig in einen Beruf starten wollte, der mir vielleicht nicht gefällt. Deswegen habe ich mich entschieden, erstmal ein FSJ zu machen und dabei nach einem geeigneten Job für mich zu suchen. Letztendlich habe ich mich für die Werkstätte St. Pirmin in Singen entschieden, da meine Mutter mir dazu geraten hat. Sie sagte, dass sie die Werkstatt kennt und es dort super ist. Und sie sollte Recht behalten, denn mittlerweile sind 8 Monate meines FSJs um und es gefällt mir sehr gut.


Was mir am meisten Spaß an der Arbeit hier macht, sind die Leute. Ich hatte davor noch nie viel mit Menschen mit Behinderung zu tun, deswegen wusste ich auch anfangs nicht, wie ich mich zu verhalten habe. Aber die Menschen hier machen es einem einfach, denn sie kommen auf dich zu und empfangen dich mit offen Armen. Es macht Spaß, mit ihnen zu arbeiten, weil man mit ihnen auch mal rumblödeln kann. Es bereitet mir jeden Tag aufs Neue Freude, wenn die Leute glücklich bei der Arbeit sind und mich als Anleiter respektieren. Ich finde es gut, dass ich nicht nur ein "Gruppenleiter" bin, sondern auch ein Freund, Helfer oder Spielkamerad. Mir gefällt besonders der Umgang mit den Menschen mit Behinderung: Ihre herzliche und ehrliche Art steckt förmlich an. Sie besuchen mich immer und freuen mich zu sehen, dann reden oder lachen wir gemeinsam.
 

Ich habe in der Zeit meines Freiwilligen Sozialen Jahres nicht nur viel über den Umgang mit Menschen mit Behinderung gelernt, sondern konnte auch viel über mich selber lernen.


Ich kann das FSJ nur weiterempfehlen, vor allem wenn es einem wie mir geht und man frisch von der Schule kommt und einfach noch nicht weiß, was für einen Beruf man später ausüben will. Es gibt dazu noch viele andere positive Aspekte, die das FSJ reizvoll machen. Zum Beispiel dass man hier auf das Arbeitsleben vorbereitet wird, denn man hat hier ganz normale Arbeitszeiten. Dazu kommt noch der größte Pluspunkt für das FSJ, denn man verdient hier auch Geld. Man bekommt zwar nicht sonderlich viel, aber für den ersten Job nach der Schule ist das Gehalt garnichtmal so schlecht.


Ich kann das FSJ nur jedem empfehlen! =)


Pascal König im Mai 2016

 


 

Bericht von Julia Castellazzi
 

Mein Name ist Julia Castellazzi, bin 20 Jahre alt und mache derzeit meine Ausbildung im Haus St. Klara beim Caritasverband Singen-Hegau e. V.. Das Haus St. Klara ist eine stationäre Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Im Januar 2014 wurde das Haus St. Klara als Ersatzneubau für das Wohnheim St. Lioba bezogen.
Im Zentrum von Singen direkt neben der Stadthalle und dem Stadtgarten bietet es 40 barrierefreie Wohnplätze in sechs Wohnungen.


Mein Vorpraktikum für die Ausbildung als Heilerziehungspflegerin habe ich in der Stiftung St. Franziskus in Heiligenbronn geleistet. Jedoch waren dort die Ausbildungsplätze schnell vergeben und somit habe ich mich weiter beworben. Nach meinem Vorstellungsgespräch beim Caritasverband Singen-Hegau e.V. sowie nach der Hospitation im Haus St. Klara und St. Raphael in Stockach, wusste ich, dass es mir dort gefallen würde.


Sehr schnell habe ich mich dort eingearbeitet und mich zurechtgefunden. Durch eine gute Anleiterin sowie ein tolles Team habe ich mich gleich wohlgefühlt. Die Ausbildung ist sehr anspruchsvoll aber auch sehr abwechslungsreich! Kein Arbeitstag ist gleich, da jeden Tag etwas Neues passiert.
Ich gebe meinen BewohnerInnen sehr viel – ob durch körperliche Anstrengung in der Pflege oder Nerven im pädagogischen Bereich, jedoch bekomme ich durch die positive Lebenseinstellung meiner BewohnerInnen das Doppelte zurück. Dadurch habe ich gelernt, dankbarer für mache Sachen zu werden, welche bis dahin für mich selbstverständlich waren.


Julia Castellazzi im Mai 2016

 


 

Bericht von Johanna Oexle
 

Caritas FSJIch heiße Johanna Oexle, bin 18 Jahre alt und leiste mein FSJ im Haus Katharina. Das Haus Katharina ist eine Außenwohngruppe für Menschen mit Behinderung. 14 Menschen wohnen hier wie in einer großen WG zusammen. Meine Aufgaben sind sehr vielseitig: Ich helfe den Bewohnern einfach dort, wo sie Hilfe brauchen und versuche ihre Eigenständigkeit und Selbstbestimmung zu fördern. Zu meinen Grundaufgaben gehören die Begleitung zu Arztbesuchen, der wöchentliche Großeinkauf, aber auch pflegerische und hauswirtschaftliche Tätigkeiten. An den Wochenenden machen wir oft gemeinsame Ausflüge.


Mir gefällt am Haus Katharina sehr gut, dass man den Alltag der Menschen mit Behinderung erlebt und darin voll integriert wird. Auch das Miteinander und der Umgang zwischen den Mitarbeitern und Bewohnern ist sehr angenehm. Toll finde ich auch, dass man hier sehr für meine Ideen offen ist. An Ostern habe ich beispielsweise einige Bastel-, Färbe- und Backangebote für die Bewohner organisiert.


Mit meiner Anleiterin und den anderen Mitarbeitern verstehe ich mich sehr gut und sie stehen mir immer für meine Fragen mit Tipps und Rat zur Seite.


Ein bis zwei Nachmittage in der Woche arbeite ich noch zusätzlich im Haus St. Klara. Das Haus St. Klara ist eine stationäre Einrichtung für Menschen mit Behinderung, die mehr Betreuung als die Bewohner der Außenwohngruppen brauchen. Dort arbeite ich in der Tagesbetreuung und Demenzgruppe. Hier werden alle kranken Bewohner, die an diesem Tag nicht zur Arbeit in die Werkstatt gehen können und einige ältere Bewohner, die aufgrund ihrer Behinderung und ihres Alters an Demenz leiden, betreut. Zu meinen Aufgaben gehören pflegerische Tätigkeiten, die Essensgabe, Hauswirtschaft und Beschäftigung der zu Betreuenden.


Auf das FSJ gekommen bin ich durch Freunde. Der Grund für mich, erst ein FSJ zu machen war, dass ich schon mit 17 mein Abitur in der Tasche hatte und noch nicht sofort studieren wollte. Ich wollte zuerst ein Jahr etwas Praktisches machen, Erfahrung sammeln und mir über meine Studienrichtung klarer werden. Inzwischen weiß ich auch, dass ich in diesem Bereich bleiben möchte und strebe ein Studium der Sonderschulpädagogik an.


Auch wenn ich den Seminaren anfangs sehr skeptisch gegenüber stand, freue ich mich inzwischen sehr darauf. Ich habe viele neue Freunde dazu gewonnen und wir sind echt eine tolle Gruppe geworden. An den Seminaren finde ich spannend, dass man sich untereinander über seine Zeit in der Einsatzstelle austauschen und sich gegenseitig Tipps geben kann. Man setzt sich auch sehr mit seinen eigenen Interessen, Stärken und Schwächen auseinander. Sehr wichtig fand ich auch die Seminarthemen „Nähe und Distanz“ und „Konfliktmanagement“.


Johanna Oexle im Mai 2016

 


 

Bericht von Alessa Maier
 

Hallo, mein Name ist Alessa Maier. Ich bin 20 Jahre alt und mache gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Werkstätte St. Michael in Stockach-Hindelwangen.


Nach meiner Ausbildung zur Floristin wollte ich mich neu orientieren und bin durch meine Schwester auf das FSJ gekommen, da sie selbst bei der Caritas freiwillig gearbeitet hat. Seit 1. September 2014 arbeite ich in der Behindertenwerkstätte St. Michael. Dort werden Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung beschäftigt. Die Werkstätte wird in zwei Bereiche eingeteilt. Zum einen Menschen mit nicht so starker Beeinträchtigung, die arbeiten können und auch Freude daran haben. Zum anderen der Förder- und Betreuungsbereich. Die betreuten Mitarbeiter füllen, wiegen und verpacken Ware oder helfen in der hauseigenen Küche mit. Im Förder- und Betreuungsbereich sind Menschen mit mehrfacher Behinderung, die nicht arbeiten können, sie werden beschäftigt und gezielt gefördert.


Ich befinde mich im Arbeitsbereich. Zu meinen Aufgaben gehören Betreuung am Arbeitsplatz, in den Pausen, beim Essen und beim Sport. Zusätzlich übernehme ich Fahrten zum Einkaufen, helfe bei Geburtstagsfeiern, dekoriere passend zur Jahreszeit (Fasnet, Weihnachten, Ostern...) und unterstütze die Küche bei der Essensausgabe und Abwasch. Werkstattleiter, Gruppenleiter, Sozialdienst und Sekretärin arbeiten gut zusammen und unterstützen mich. Bei Hilfe und Fragen kann ich jeder Zeit auf meine Anleiterin zukommen, die mir bestimmte Freiräume lässt wie z.B. Begleitung bei Toilettengängen.


Jeden Tag mache ich neue Erfahrungen und lerne Kleinigkeiten zu schätzen. Ich freue mich auf jeden Tag der immer lustig und abwechslungsreich ist. Ich bin gespannt, was in den nächsten 5 Monaten noch passiert. Durch mein FSJ habe ich mich beruflich orientieren können und kann mich selber besser einschätzen.


`Kann nur jedem ein FSJ empfehlen!


Alessa Maier im April 2015

 


 

Bericht von Juliana Ewert
 

Caritas FSJ 1Mein Name ist Juliana Ewert, ich bin 19 Jahre alt und arbeite im Rahmen meines FSJs in der Behindertenhilfe. Nicht wie gewöhnlich bin ich hierbei in einem Wohnheim oder einer Werkstatt tätig, sondern arbeite in einer verantwortungsvollen Position bei einem Cafe mit, welches direkt in der Singener Stadtbücherei untergebracht ist. Diese einzigartige Einsatzstelle dient als Außenarbeitsplatz für Menschen mit Behinderung und soll ihnen zu einem Stück mehr Eigenständig- und Unabhängigkeit in der Arbeitswelt verhelfen. Oftmals ist die Spanne zwischen dem Job in der Werkstatt und dem in Betrieben, welche nicht auf Menschen mit Behinderung spezialisiert sind, zu groß, sodass die Arbeit im Café und insbesondere der damit verbundene Umgang mit Menschen ohne Behinderung eine optimale Chance bietet den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu meistern.


Im Moment sind drei Betreute abwechselnd im Café, dem Carifé, tätig. Die Tätigkeit im Café bringt viele unterschiedliche Arbeitsbereiche mit sich. So zählt dazu nicht nur, einen guten Service zu leisten, sondern auch einige buchhalterische Tätigkeiten zu erledigen. Meine Hauptaufgabe ist es also die Betreuten immer mehr und Schritt für Schritt für die Arbeit im Service zu sensibilisieren und zu integrieren. Bedienen und servieren, rechnen, Höflichkeit, organisieren, Arbeitsschritte einhalten, Lesen, Schreiben, Brötchen schmieren und belegen, beim Bäcker Kuchen bestellen, zum Metzger gehen, der Umgang mit Geld, die Abrechnung machen, zusammen zur Bank gehen und Geld einzahlen, Kaffeemaschine bedienen, Spülmaschine bedienen,…


Die Arbeit macht mir Spaß, weil ich mit ganz unterschiedlichen Menschen zusammen arbeiten und so in zahlreiche Bereiche eines Betriebs ,,reinschnüffeln‘‘ darf. Besonders ist es für mich zu sehen, wie sich diese kleine ungenaue Idee zu einem größeren Projekt entwickelt hat. Da ich von Beginn an dabei war, durfte ich das Café mit einrichten und gestalten und selbst Ideen dazu beisteuern. Es war aufregend für mich, teilweise einfach ,,ins kalte Wasser geschmissen‘‘ zu werden und auf Dingen spontan und flexibel reagieren zu müssen, gerade weil man dies nicht vom schulischen Alltag gewohnt ist. Neben all’ diesen Aufgaben jedoch, ist die Betreuung der Menschen mit Behinderung für mich im Vordergrund; zusammen arbeiten, ausdauern, Geduld miteinander haben, zusammen diskutieren und zusammen lachen, voneinander und miteinander lernen, gemeinsam Fehler machen, gemeinsam Fortschritte machen, gemeinsam wachsen und Anteilnahme zeigen.

Kontakt

Sarah Schwenk

Sarah Schwenk
Freiwilligendienste

Werkstätte St. Pirmin
Am Rehbuck 6
78224 Singen

E-Mail:
schwenk@caritas-singen-hegau.de

Tel. 07731 / 96970-307
Fax 07731 / 96970-349

Sprechzeiten:
Di. 14.00 - 16.00 Uhr
Do. 8.00 - 10.30 Uhr
sowie nach Vereinbarung

 

Unser Bewerbungsbogen steht hier für Sie als Word-Datei oder als PDF-Datei zum Download bereit.

Unseren Bewerbungsbogen für den Freiwilligendienst Ü27 der Caritasfinden Sie hier als Word-Datei oder als PDF-Datei zum Download.